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Eine neue regionale Fachmesse rund um die Themen Bauen, Energie und Wohnen wird es ab dem Jahr 2010 in Braunschweig geben. „Mein Haus – Messe für Bauen und Energie“ wird vom Braunschweiger Zeitungsverlag veranstaltet und findet erstmals vom 16. bis 18. April in der Volkswagen Halle statt. „Es gab schon länger den Wunsch in unserem Hause, eine eigene Immobilienmesse in Braunschweig auszurichten“, erklärt Andreas Günther, Geschäftsführer des Braunschweiger Zeitungsverlags. Die große Anzahl von hervorragenden Baugebieten und der große Bestand an älteren sanierungsbedürftigen Immobilien erzeugen einen großen Informationsbedarf zum Thema Immobilien in der Region. „Der Verlag hat hervorragende Kundenkontakte in der Region, und die Zeitung ist Woche für Woche der Marktplatz für alle Fragen rund um die Immobilie“, so Günther weiter.

Immobilienangebote und Technologieverfahren

Die Messe solle allen Besuchern direkte Kontakte und Vergleichsmöglichkeiten bei Immobilienangeboten und Technologieverfahren bieten. Makler, Bauträger, Architekten, Haushersteller, Finanzdienstleister, Gutachter sowie Industrie- und Handwerksbetriebe ermöglichten eine kompakte und vielschichtige Information. Dienstleister wie Versicherer, Hausverwaltungen, Medien sowie Küchenplaner, Garten- und Landschaftsplaner würden den Beratungs- und Informationssektor dieser Messe abrunden. Außerdem werde ein umfassendes Vortragsprogramm die Palette ergänzen, kündigte Günther an. Für Unternehmen sei die Messe eine ideale Plattform für ihre Präsentation und ein Novum, um bestehende Kontakte vertiefen, und neue knüpfen zu können. „In der Volkswagen Halle Braunschweig bietet der Braunschweiger Zeitungsverlag den Ausstellern eine einzigartige Kombination aus professioneller Messe-organisation und öffentlichkeitswirksamer Pressearbeit. Vorzüge, die in dieser Form nur ein Zeitungsverlag garantieren kann“, so Andreas Günther.

Braunschweiger Zeitungsverlag


 



Grafik: NEK 
Darstellung der Energieverluste und der technischen Varianten. vergrößern
Grafik: NEK Darstellung der Energieverluste und der technischen Varianten.


Der größte Teil des Energiebedarfes in Wohngebäuden wird verheizt und kann als verschwendet gewertet werden, wenn man von Sonderfällen, zum Beispiel Baudenkmälern, absieht. Für Neubauten wird der zulässige Verbrauch laufend verringert. Aktuell gilt die ENEV 2009, und der Bedarf liegt nur noch bei circa 25 Prozent des Durchschnitts von Altbauten. Darüber hinaus ist bereits die nächste Verschärfung geplant. Zusätzlich wurde das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz erlassen. Ein Teil des Wärmebedarfes muss jetzt aus Sonnenkollektoren, Abwärme (zum Beispiel der Stromproduktion), Umweltenergie (zum Beispiel mit einer Wärmepumpe) oder nachwachsendem Brennstoff (zum Beispiel Holz) stammen. Wie aber sieht es für ältere Gebäude aus? Die Frage ist jeweils passend zum Gebäude zu beantworten. Helfen kann eigener Sachverstand oder ein Energieberater. Bewährt, langlebig und für Wert und Wohnqualität des Gebäudes positiv ist die Wärmedämmung. Bei jeder Reparatur sollte man den bestmöglichen Zustand anstreben. Werden Fenster ausgetauscht - sollten sehr gutes Wärmeschutzglas oder das nur noch etwas teurere Dreifachglas eingebaut werden. Wird das Dach repariert, sollte man bei dieser Gelegenheit gleich eine Dämmung mit vornehmen, und der nächste Wandanstrich könnte mit Dämmputz erfolgen. Wie die Erfahrung gezeigt hat, kann man kaum zu viel tun. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich immer wieder zunächst als „zu gut“ kritisierte oder belächelte Standards zwischenzeitlich überholt und gelten heute teilweise schon als Sanierungsfall. Leider kann man nicht immer so dämmen, wie man es gern hätte. Es kann zu aufwendig werden, oder das Aussehen des Gebäudes kann darunter leiden.

Allgemeine Bewertungsmaßnahmen

Ein anderer, schwierigerer Weg zur Verbrauchsminderung ist ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Wirtschaftlich ist es bei den aktuellen Energiepreisen noch selten, oft fehlt der Platz zum Einbau oder es gibt anderweitige Vorbehalte. Wer ein Lüftungsgerät hat, ist aber fast immer zufrieden.

Wenn der Weg der Bedarfsminderung ausgeschöpft ist oder nicht schnell genug umgesetzt werden kann, müssen technische Lösungen zur Wärmebereitstellung folgen. Jeder mit einem von der Sonne beschienenen Dach sollte die Nutzung von Sonnenkollektoren in Erwägung ziehen. Sie sind langlebig und betriebssicher. Wer über Fern- oder Nahwärme mit Abwärme aus der Stromproduktion (Kraft-Wärme-Kopplung) versorgt wird, heizt schon verhältnismäßig umweltfreundlich. Wenn der Verbrauch des Gebäudes noch relativ hoch ist, zum Beispiel weil nicht gedämmt werden kann, und sich Platz für Brennstofflagerung bietet, sollte die Nutzungsmöglichkeit eines Holzkessels geprüft werden. Wer über große Heizflächen oder eine Fußbodenheizung verfügt und an kalten Tagen mit niedrigen Vorlauftemperaturen von maximal 40-50 °C auskommt, könnte eine Wärmepumpe installieren. Die Varianten lassen sich natürlich noch kombinieren. Allen Anderen bleibt die Möglichkeit, den alten Heizkessel gegen ein neues Brennwertgerät zu tauschen. Auch das kann Minderungen von 10 Prozent bis zu 30 Prozent erbringen. Die Bewertung all dieser Maßnahmen erfolgt mit einem Faktor, der den Anteil der nicht erneuerbaren Energie beschreibt. Ein Wert von „0“ ist anzustreben. Da jede Technik aber etwas Energie allein für den Eigenbetrieb braucht, sind Werte unter 0,3 schon als sehr gut zu bezeichnen.

Dipl.-Ing. André Voermanek
VDI